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Gebärmutterhalskrebs

Beschreibung
Gebärmutterhalskrebs ist weltweit die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen und wird fast immer durch bestimmte HPV-Viren (Hochrisiko-Erreger) verursacht. Es kann Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis sich aus einer Infektion ein Tumor entwickelt. Vorstufen des Krebses können durch einen Pap-Abstrich erkannt werden, doch täglich sterben in Deutschland noch vier Frauen an Gebärmutterhalskrebs.
Ursachen & Risikofaktoren
Mehr als 99 % der Gewebeproben aus Gebärmutterhalstumoren enthalten das Erbmaterial von HPV. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen und eine geschwächte Immunabwehr (z. B. durch HIV oder Medikamente).
Häufigkeit
Gebärmutterhalskrebs ist in Deutschland die 12. häufigste Krebserkrankung bei Frauen weltweit. In Deutschland erkranken jährlich etwa 4.388 Frauen1. Besonders betroffen sind Frauen zwischen 40 und 59 Jahren.
Symptome
Zu Beginn gibt es oft keine Beschwerden. Mögliche frühe Anzeichen sind unspezifische Symptome wie Müdigkeit, Gewichtsverlust, Unterleibsschmerzen oder unregelmäßige Blutungen. Wichtige Warnsignale sind ungewöhnliche Blutungen (z. B. nach den Wechseljahren oder nach dem Sex), schmerzhafter Ausfluss oder Schmerzen im Unterbauch. Bei solchen Symptomen sollte unbedingt ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden.
Diagnose
Der Krebs macht oft lange keine Beschwerden. Wenn jedoch Beschwerden auftreten, wie z. B. ungewöhnliche Blutungen oder schmerzhafter Ausfluss, ist es wichtig, schnell einen Arzt zu konsultieren. Der Pap-Abstrich sowie eine Kolposkopie mit Gewebeprobeentnahme sind diagnostische Verfahren.
Krankheitsverlauf
Der Verlauf von Gebärmutterhalskrebs variiert, beginnt aber oft mit unspezifischen Beschwerden. Frühe Erkennung und Behandlung können die Prognose verbessern.
Behandlung
In frühen Stadien wird der Tumor meist operativ entfernt. Bei fortgeschrittenem Krebs kommen Bestrahlung und Chemotherapie zum Einsatz.
Folgen
Unbehandelt kann Gebärmutterhalskrebs zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen und zum Tod führen. Durch die Behandlung wird abhängig von der Behandlungsart und ihrem Umfang die Fruchtbarkeit (Fertilität) eingeschränkt oder unmöglich.
Fruchtbarkeit
Nach operativen Eingriffen, einer Bestrahlung des Beckenbereichs oder einer Chemotherapie kann die Schwangerschaftsmöglichkeiten beeinträchtigt sein. Bei Kinderwunsch sollten mögliche Maßnahmen vor der Therapie besprochen werden.
Vorbeugen
Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs ist die HPV-Impfung, die vor dem ersten Geschlechtsverkehr verabreicht werden sollte. Die STIKO empfiehlt die Impfung für Mädchen und Jungen im Alter von 9-14 Jahren, wobei versäumte Impfungen bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden sollten. Eine Impfung kann auch nach einer durchgemachten Infektion helfen, das Risiko einer erneuten Infektion oder eines Wiederauftretens von Krebsvorstufen zu senken.