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Mundrachen-Krebs
Beschreibung
Insbesondere Krebs im Mundrachen, und hier vor allem im Bereich der Gaumenmandeln und des Zungengrundes, steht in Verbindung mit HPV-Infektionen. Krebs in anderen Regionen des Kopf-Halses sind nur sehr selten durch HPV-Viren verursacht. Sowohl Männer als auch Frauen sind betroffen, wobei Männer häufiger erkranken.
Ursachen & Risikofaktoren
Die Hauptursache für bösartige Kopf-Hals-Tumore ist in Deutschland der Hochrisiko-HPV-Typ 16. Weitere Risikofaktoren sind Rauchen, hoher Alkoholkonsum, eine ungesunde Ernährung, Exposition gegenüber toxischen Substanzen (z.B. Abest) und ein deutlich geschwächtes Immunsystem z.B. durch eine HIV-Erkrankung.
Häufigkeit
Bösartige Tumore der Kopf- und Halsregion gehören zu den häufigsten Krebsarten weltweit. In Deutschland erkrankten 2020 etwa 4.050 Frauen und 9.140 Männer an Mund-Rachen-Krebs1. Männer erkranken dabei in höherer Zahl als Frauen. Die 5-Jahres-Überlebensrate für Mund- und Rachenkrebs liegt für Frauen bei 64% und für Männer bei 52% , wobei HPV-assoziierte Tumoren des Mundrachens eine bessere Prognose bieten.
Symptome
Symptome eines Mundrachenkarzinoms umfassen meist ein einseitiges Fremdkörpergefühl im Hals und/ oder ins Ohr ausstrahlende Schmerzen, Mundgeruch, Blutbeimengungen im Speichel/ beim Husten, einseitige Halsschwellung, Schluckbeschwerden, Heiserkeit und später auch Gewichtsverlust ohne erkennbare Ursache. Diese Symptome können auch bei anderen Erkrankungen auftreten, daher sollte bei anhaltenden Beschwerden ein Arzt aufgesucht werden.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch eine gründliche Untersuchung, bei der Gewebeproben entnommen und auf einen Zusammenhang mit einer HPV-Infektion getestet werden. Techniken wie Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET) werden verwendet, um die Ausbreitung des Tumors zu bestimmen.
Krankheitsverlauf
HPV-bedingte Mundrachen-Tumore entstehen oft in den Gaumenmandeln und im Zungengrund und verursachen anfangs keine Symptome. Es liegen in der Regel viele Jahre zwischen der ersten HPV-Infektion und der Entstehung des Krebses. Orale HPV-Infektionen sind besonders häufig im Alter von 25-30 Jahren nachweisbar. Das mediane Erkrankungsalter für HPV-assoziierte Mundrachen-Tumore liegt in Deutschland bei etwa 61 Jahren.
Behandlung
Die Behandlung umfasst meist eine Kombination aus Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie. Eine Strahlen-Chemotherapie wird oft nach der Operation angewendet, wenn der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte oder in Lymphknoten gestreut hat. Nur bei Kehlkopfkrebs findet eine Strahlentherapie manchmal zum Erhalt des Organs vor einer Operation statt. Nach der Behandlung sind regelmäßige Nachuntersuchungen wichtig, um einen Rückfall frühzeitig zu erkennen.
Folgen
Häufige Nebenwirkungen einer Therapie des Mundrachenkrebs sind unter anderem Beeinträchtigungen des Schluckens, Mundtrockenheit, Entzündingen der Mundschleimhaut und Zahnveränderungen.
Vorbeugen
Prävention von Mundrachen-Krebs umfasst das Vermeiden von Risikofaktoren wie Rauchen, übermäßigem Alkoholkonsum und HPV-Infektionen.
