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Vulvakrebs (Krebs des äußeren weiblichen Genitals)
Beschreibung
Vulvakrebs entsteht bei etwa der Hälfte der betroffenen Frauen durch eine anhaltende HPV-Infektion. Es handelt sich um eine seltenere Form von Krebs, der die äußeren Geschlechtsorgane (Schamlippen, Klitoris, Scheidenvorhof) betrifft.
Ursachen & Risikofaktoren
Risikofaktoren sind neben HPV-Infektionen, chronische Hauterkrankungen (Lichen sclerosus), Rauchen und ein geschwächtes Immunsystem (z. B. HIV).
Häufigkeit
In Deutschland erkranken etwa 5 von 100.000 Frauen jährlich. Das Risiko steigt mit dem Alter, besonders bei über 70-Jährigen.
Symptome
Frühe Anzeichen sind Juckreiz, Hautveränderungen wie weiße Beläge, Warzen, Knötchen oder wunde Stellen, die nicht heilen.
Diagnose
Wird meist bei der gynäkologischen Untersuchung entdeckt. Verdächtige Stellen werden biopsiert und mikroskopisch untersucht.
Behandlung
Die Hauptbehandlung ist die operative Entfernung des Tumors. In schweren Fällen kommen Strahlentherapie und Chemotherapie zum Einsatz. Regelmäßige Nachkontrollen sind wichtig, um Rückfälle frühzeitig zu erkennen.
Folgen
Operationen können das äußere Erscheinungsbild verändern und zu sexuellen Problemen führen. Psychologische Unterstützung und Rekonstruktions-Operationen können helfen, diese Folgen zu bewältigen.
Fruchtbarkeit
Nach einer Operation an der Vulva bleibt die Fruchtbarkeit in der Regel erhalten. Bei einer Bestrahlung des Beckenbereichs kann dies jedoch die Schwangerschaftsmöglichkeiten beeinträchtigen. Bei Kinderwunsch sollten mögliche Maßnahmen vor der Therapie besprochen werden.
Vorbeugung
HPV-Impfung wird empfohlen, um das Risiko zu verringern. Die Impfung sollte idealerweise vor dem ersten sexuellen Kontakt erfolgen.
